Zwischen 1919 und 1921 ziehen deutsche Junker, baltische Nationalisten und weissrussische Soldaten in einen aussichtslosen Kampf gegen die junge Sowjetmacht. Dieser schmutzige Krieg, in dem keine Gefangenen gemacht werden, löst einen anderen, ebenso erbarmungslosen Krieg zwischen einem Mann und einer Frau aus: Eine Gräfin, die sich für die Revolution begeistert, und ein "verlorener Soldat", der seine Homosexualität verdrängt, fühlen sich ebenso zueinander hingezogen wie sie einander befehden ...

Im Spiel von Margarethe von Trotta und Matthias Habich kommen sowohl die zurückgehaltene Zärtlichkeit als auch Kälte und Gewalt zwischen den beiden Protagonisten zum Ausdruck. Mit diesem in seiner Kargheit packenden Schwarzweißfilm ergründet Volker Schlöndorff nach einer Vorlage von Marguerite Yourcenar, auf welche Schichten sich das NS-Regime u.a. stützen konnte (verarmte Adlige und Kriegsbesessene). Ein weiterer Meilenstein des Neuen Deutschen Films.

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