Der homosexuelle Franck verbringt seine Sommer-Nachmittage gerne am Schwulen-FKK-Ufer am See. Hier trifft er Bekannte, kann schwimmen gehen und kann in den Büschen auch schon mal hemmungslosem Sex frönen. Er freundet sich mit dem stets abseits sitzenden Henri an, der mit dem Treiben rund um den See nicht wirklich zu tun haben will. Als sich Franck dann in den durchaus charismatischen Michel verliebt, ahnt er nicht, dass dies sein Leben beträchtlich ändern wird. Denn eines späten Abends beobachtet er, wie Michel seinen derzeitigen Freund ertränkt. Fortan ist auch die Polizei permanent anwesend. Doch Franck schweigt ...

Der Versuch, eine Kriminalgeschichte mit expliziten Sexdarstellungen zu kombinieren, ist nicht unbedingt neu und fand auch schon abseits der Porno-Kinos statt (etwa mit Virginie Despentes’ "Baise-moi"). Prinzipiell ist dagegen auch absolut nichts einzuwenden. Doch in diesem Falle, scheint Regisseur Alain Guiraudie ("Der Ausreißer") augenscheinlich größeres Interesse an den Sexszenen und der permanenten Darstellung natürlicher Nacktheit denn an der Kriminalgeschichte gehabt zu haben. Die wird beiläufig und derart schleppend erzählt, dass man stets einzuschlafen droht.



Foto: Alamode