Der parteilose Ingenieur Solter wird von seinen Vorgesetzten angehalten, gegen seinen Willen eine fehlerhafte Ferngasleitung für den Betrieb freizugeben. Dieselben Vorgesetzten beschuldigen ihn nach einer Havarie, sie fahrlässig verursacht zu haben. Sie entlassen ihn fristlos und zeigen ihn bei der Staatsanwaltschaft an, worauf Solter verhaftet wird.

Ein äußerst kritisches Gesellschaftsdrama von Günter Stahnke nach einer wahren Geschichte. Filmhistoriker Günter Agde über das Werk: "Die SED-Spitze ging mit Günter Stahnke und seinem Team genauso rigide um wie mit den anderen: Das Gesellschaftsdrama wurde ohne Ankündigung nach nur kurzer Laufzeit aus den Kinos genommen, die Kopie im Archiv abgeliefert, Regisseur Stahnke fristlos entlassen. Dabei war der Film eine Art Parteiauftrag von höchster Stelle: Die Parteikontrollkommission, das höchste und strengste innerparteiliche Kontrollorgan der SED, hatte den Autoren alle Akten eines hochbrisanten Wirtschaftsverbrechens zur Verfügung gestellt. Daraus gestalteten sie einen dramatischen Prozessbericht mit verteilten Rollen, der die Bedeutung des Vergehens im heftigen Widerstreit der Beteiligten spiegelte. Jedoch: Die Filmemacher waren ehrlich genug zu zeigen, dass keiner der Konfliktträger vollkommen falsch oder vollkommen richtig gehandelt und dass keiner wissentlich ein Verbrechen begangen hatte. Günter Stahnke verschärfte die Heftigkeit der Auseinandersetzung durch schroffe, expressionistisch anmutende Arrangements in kühl-sachlichen Interieurs, die einen herben filmischen Reiz ausstrahlten und von den damaligen Erzählkonventionen abwichen. Eine solche Art, enorm zugespitzte Konflikte differenziert und trotzdem mit Sinn für das Persönliche zu gestalten, wurde den SED-Oberen suspekt und führte zum Verbot."

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