Lehrer Jakob ist Mitte 30 und steckt in seiner midlife crisis. Um dem frustrierenden Alltag, seinem ständig nörgelden Vater und einer unbefriedigenden Beziehung zu entfliehen, zieht er aufs Land. In der ehemaligen Hütte seines Großvaters und dem davorliegenden Garten erlebt Jakob nun Seltsames: Skurrile Besucher wie die Philosophen Rousseau und Wittgenstein oder eine übersinnlich-sinnliche junge Frau bringen den Verzweifelten wieder auf Vordermann.

Märchenhaft und leicht erzählt uns hier Regisseur Martin Sulik ("Alles, was ich mag") die Parabel über die "Suche nach dem richtigen Leben". Ein ernstes Thema, aber poetisch und mit leichter Regie-Hand umgesetzt. "Der Garten" verzauberte sowohl Kritiker, Kollegen und Publikum, und so gab es für Sulik, den viele schon als potentiellen Nachfolger seines berühmten Landsmannes Milos Forman ("Einer flog über das Kuckucksnest", "Amadeus") sehen, bei den Filmfestspielen von Bologna, Wien und Turin Auszeichnungen und reichlich Anerkennung.