Um das Jahr 1873 gehören die Ambersons zu den begütertsten und einflussreichsten Familien im US-Staat Indiana. An ihrer ausgesprochen feudalistischen Einstellung scheitert die Verbindung von Isabel, der Tochter des Hauses, mit Eugène Morgan, einem Erfinder und Konstrukteur. Obwohl Isabel Eugène liebt, heiratet sie den soliden Kaufmann Wilbur Minafer. Eugène verlässt die Stadt. Etwa 20 Jahre später kehrt er als erfolgreicher Automobilbauer mit seiner 18-jährigen Tochter Lucy zurück. Auf einem der großen Bälle der Ambersons lernen sich George Amberson-Minafer, Isabels einziger Sohn, und Lucy kennen. George verliebt sich in Lucy, lehnt aber ihren "neureichen" Vater ab. Ebenso stellt er sich gegen die Verbindung zwischen seiner Mutter und Eugène, die sie nach dem Tod von Wilbur Minafer wieder aufnehmen. Doch Georges Hochmut wird gebrochen, als er nach Isabels Tod den Ruin des Hauses Amberson erleben muss und schließlich als Arbeiter in einer Dynamitfabrik landet ...

Der Filmklassiker von Orson Welles zeigt den unaufhaltsamen Niedergang einer herrschaftlichen Familie, die sich am Ende des 19. Jahrhunderts vergeblich den neuen Zeiten entgegenstellt. Neben ungewöhnlichen Kameraeinstellungen und hervorragenden Darstellern fasziniert auch die Musik von Bernard Herrmann, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Altmeister Alfred Hitchcock bei Filmen wie "Psycho", "Immer Ärger mit Harry" und "Vertigo" bekannt wurde. Als Cutter waren bei diesem Film übrigens die späteren Regisseure Robert Wise und Mark Robson beschäftigt.

Foto: Kinowelt