Kurz vor seiner Hochzeit mit der schönen Mercédès wird der junge Marine-Offizier Edmont Dantès durch eine Intrige seines Widersachers Fernand de Montcerf gefangen genommen und unschuldig ins Gefängnis geworfen. Dieser belastet Edmont mit kompromittierenden Aussagen bezüglich seiner politischen Haltung. Unschuldig bleibt Dantès jahrelang im berüchtigten Insel-Gefängnis Château d'If vor der Küste von Marseille inhaftiert, bis ihm endlich die Flucht gelingt. Durch die Hilfe seines Mitgefangenen, Abbé Faria, kommt Edmond Dantès zu immensem Reichtum. Als mysteriöser Graf von Monte Christo kehrt er nach Paris zurück, angetrieben von einem Ziel: Er will an den Verrätern Rache nehmen...

Alexandre Dumas' Romanepos, das er zwischen 1844 und 1846 zusammen mit Auguste Maquet fertig stellte, hat bis heute nichts an seiner Popularität eingebüßt. Bei Erscheinen setzte sich diese Roman-Fassung durch, trotz der Kritik, die Charakter und Episoden seien bar aller psychologischen Wahrscheinlichkeit entworfen. Regisseur Henri Fescourt (1880-1966) setzte mit dieser exquisit ausgestatteten und expressionistischen Stummfilmproduktion eine der ersten von zahlreichen Verfilmungen in Szene. Später folgte weitere Adaptionen, u.a. von Robert Vernay (Der Graf von Monte Christo, mit Jean Marais), David Greene (Der Graf von Monte Christo, mit Richard Chamberlain) und Josée Dayan (Der Graf von Monte Christo, mit Gérard Depardieu). In der Rolle der schönen Mercédès ist die deutsche Schauspielerin Lil Dagover (1887-1980, "Das Cabinet des Dr. Caligari", "Tartüff", "Buddenbrooks") zu bewundern, die in ihrer langjährigen Karriere in über 130 Filmproduktionen zu sehen war.

Foto: arte