Weil profitgierige Männer meinen, dass ein gediegener Dieb wie eine Inkarnation von Jesus aussieht, machen sie diesen völlig besoffen, nehmen einen Abguss und erstellen Jesusfiguren nach seinem Profil. Der Dieb hingegen, inzwischen wieder nüchtern, erkennt schnell, dass man ihm übel mitgespielt hat und versucht fortan, alle Jesusfiguren mit seinem Konterfei zu zerstören. Als er die letzte findet, nimmt er sie mit, um sie in einer alten Kirche aufzustellen. Als er allerdings einen Alchemisten kennenlernt, macht er sich mit ihm auf die Suche nach dem Heiligen Berg, der angeblich das Geheimnis der Unsterblichkeit birgt. Den Reisenden schließt sich eine illustre siebenköpfige Truppe an ...

Nach seinem bizarren Independent-Hit "El Topo" (1970) verstörte der Chilene Alejandro Jodorowsky sein Publikum drei Jahre später mit diesem Werk noch mehr: In kryptischen Bildern geht er der menschlichen Hoffnung nach Unsterblichkeit nach, desillusioniert sein Publikum gleichzeitig, da eine menschengeprägte Welt stets vom materialistischen Geist bestimmt ist. Eine schräge, surreale, freizügige, mysteriöse wie kuriose Bilderflut, deren Zusammenhang sich nicht zwangsläufig erschließt.



Foto: Drop-Out Cinema