Neue Frisur - neuer Mensch: Bei dem arbeitslosen Werkzeugmacher Erwin Strunz trifft dies voll und ganz zu, denn als er auf dem Weg in den Ostseeurlaub in der Landeshauptstadt Halt macht, um sich die Haare kürzen zu lassen, verwechselt ihn nach vollzogenem Haarschnitt plötzlich jeder mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Achimsen. Der ist gerade mitsamt Gattin auf Urlaub in Kärnten; und so kommt der Arbeitslose unverhofft zu einem recht lukrativen Job. Nach anfänglichen Unsicherheiten macht ihm die Arbeit richtig Spaß; besonders, wenn es darum geht, eine marode Werft vor dem Konkurs zu bewahren und damit viele Arbeitsplätze zu retten. Etwas bange wird ihm aber dann doch, als er plötzlich den Bundespräsident beim Besuch der englischen Königin vertreten soll ...

Rainer Kaufmann ("Marias letzte Reise", "Die Kirschenkönigin") inszenierte diese temporeiche Verwechslungskomödie, die er ganz auf seinen Hauptdarsteller Wolfgang Stumph zuschnitt, der hier eine Paradevorstellung seiner komödiantischen Fähigkeiten abliefert. Für das Drehbuch zeichnete Claus Tinney verantwortlich, der in den Sechziger- und Siebzigerjahren zahlreiche Rollen in unfreiwillig komischen "Erotik"-Filmen wie "Hausfrauen Report international" und "Schulmädchen-Report" spielte. Nach dem TV-Erfolg von "Der Job meines Lebens" stand Stumph übrigens auch in dem Nachfolger "Der Job seines Lebens 2" vor der Kamera.

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