Zentralafrika, Ende des 19. Jahrhunderts: Mit Unterstützung sudanesischer Söldner versuchen französische Kolonialoffiziere den Niger zu erobern. Die afrikanischen Stämme schwanken zwischen Kollaboration und ungeordneter Kampfbereitschaft. Allein die sagenumwobene Königin der Aznas, Sarraounia, organisiert den Widerstand gegen den brutalen Terror der Kolonialisten. Ihr Hauptmann Voulet glaubt nicht an die übernatürlichen Kräfte der Stammeskönigin Sarraounia - eine authentische Figur - und befiehlt seiner Truppe den Angriff...

Insgesamt sieben Jahre benötigte Regisseur Med Hondo für die Vorbereitung und Finanzierung (17 Millionen Francs) seines Projekts, das er dann in zwölf Wochen in Burkina Faso, dem früheren Obervolta, realisieren konnte. Herausgekommen ist ein sehenswerter Kinofilm in CinemaScope, der keinen Vergleich mit europäischen oder amerikanischen Historienabenteuern zu scheuen braucht. Der kritische Blick des Mauretaniers Med Hondo - einer der bedeutendsten Regisseure des schwarzafrikanischen Kinos - ist ein engagiertes Beispiel des modernen afrikanischen Kinos. Es ist auch ein Versuch, eine Epoche neu zu beschreiben, deren Geschichtsschreibung nach wie vor von den ehemaligen Kolonialherren bestimmt wird. Burkina Faso, das frühere Obervolta, ist eines der ärmsten Länder der Welt und trotzdem eine Oase der afrikanischen Filmkultur. Ouagadougou, die Hauptstadt von Burkina Faso, richtet alle zwei Jahre das "FESPACO"-Festival des afrikanischen Films aus und gilt deswegen als die Filmmetropole Afrikas.