Den Singhalesen Maravan hat es von Sri Lanka nach Zürich verschlagen. Hier arbeitet er in einem Sterne-Restaurant – als Aushilfe. Eigentlich verfügt Maravan über exzellente Kochkünste, die er einst von seiner Großtante erlernt hat. Der leidenschaftliche Koch will mehr. Als er gefeuert wird, kann ihn seine Arbeitskollegin Andrea dazu überreden, sein Potential zu nutzen. Die beiden tun sich zusammen und planen einen eigenen Catering-Service. Der soll "Love Food" heißen und vor allem schmackhafte Liebesmenüs anbieten. Eine befreundete Sexualtherapeutin hilft den beiden und schickt Klienten ihrer Paar-Therapie zu Andrea und Maravan. Die aphrodisische Cuisine wird schnell zum Erfolg. Als dann recht zwielichtige Gestalten auftauchen, weiß Maravan zunächst nicht, ob er diese als Kunden überhaupt akzeptieren soll. Doch er benötigt das Geld für seine Familie. Außerdem will er seiner Partnerin imponieren ...

Eine zähe Romanzen-Brühe

Routinier Ralf Huettner ("Die Musterknaben", "Dr. Psycho", "vincent will meer") nahm sich den Bestseller des Schweizers Martin Suter vor und versuchte, die ohnehin nicht sonderlich gute Vorlage (Suter hatte während des Schreibens einen schweren Schicksalsschlag hinzunehmen) fürs Kino umsetzten. Herausgekommen ist eine zähe Romanzen-Brühe. Die nur mittelmäßigen TV-Bilder zeigen ein Hauptdarstellerpaar, dessen Chemie offensichtlich einfach nicht funktionieren will. Jessica Schwarz müht sich nach Kräften, kann aber dieser meist verquasten Soße wenig Würze geben. So imponieren in den vielen albernen Sequenzen lediglich ein paar Rezepte, die bestenfalls Lust auf kulinarische Genüsse, aber nicht auf Kino machen.