Kommissar Robert Anders hat seine gute Freundin Emma und ihren Sohn zu einem Familienfest auf die Halbinsel Lillon gefahren. Die Großeltern Gunilla und Gunnar feiern hier ihre Eiserne Hochzeit. Auf dem Rückweg, es gießt in Strömen, taucht vor Roberts Wagen urplötzlich eine völlig durchnässte Frau auf. Er habe bei dem Wetter keine Chance weiterzukommen, sagt sie. Robert lässt die Frau, Emmas Tante Elin, einsteigen und fährt zurück zum Fest. Als Emma ein Lied vorträgt, wird Elin unvermittelt laut: Emma sei gar nicht das Kind von Marit und Lasse, sondern ihres! Zu viel für Großvater Gunnar: Er erleidet einen Herzinfarkt - und stirbt, weil bei dem Sturm kein Notarzt kommen kann. Als Kommissar Anders eine Unstimmigkeit im Zimmer des Toten wahrnimmt, schaltet er von privat auf beruflich um. Und bald ist ein weiterer toter Gast zu beklagen ...

Regisseur Anno Saul inszenierte bereits fünf Fälle des Kommissars, zu zweien - auch zu diesem - schrieb er zusätzlich das Drehbuch. Eine Herausforderung für die Regisseure der Krimireihe (nach den Romanen von Mari Jungstedt) ist die Besonderheit, dass jeder Schauspieler seine Rolle in seiner Muttersprache spricht. Während also Walter Sittler als Kommissar Robert Anders auf Deutsch eine Frage stellt, antwortet Inger Nilsson als Pathologin Ewa auf Schwedisch. In der Postproduktion wird dann über jede Figur eine Synchronstimme gelegt. "Eiserne Hochzeit" ist nicht nur ein sehr persönlicher Fall für Kommissar Anders, sondern auch ein klassischer "Whodunnit" nach britischem Vorbild: Weil das Unwetter die Schar der Verdächtigen auf die Anwesenden beschränkt, muss der Mörder noch an Ort und Stelle sein.

Foto: ZDF/Christoph Assauer