1960 im Süden Frankreichs: Schon von Kindesbeinen an lernt man in dem kleinen Dorf Longeverne die Nachbarn aus Velran abgrundtief zu hassen. An den Grund kann sich eigentlich keiner mehr erinnern, es ist eben seit Generationen so. Sobald die Schule aus ist, ziehen die Kinder beider Ortschaften in einen Krieg, der mit List und Tücke geführt wird. Sobald einer der Gegner gefangen genommen wird, reißt man ihm als symbolische Schmach den Knopf von der Hose ...

Nach Christophe Barratiers gelungener Abenteuerkomödie "Krieg der Knöpfe" ist dies die zweite 2011er-Verfilmung des Bestsellers von Louis Pergaud, die Yann Samuell ("Vergissmichnicht", "Liebe mich, wenn du dich traust") nach eigener Drehbuchvorlage mit nicht ganz so prominenter Besetzung inszenierte. Während Barratier die Handlung in die Zeit des Zweiten Weltkriegs versetzte, siedelt Samuell den Stoff in den Sechzigerjahren an, legt den Fokus ein wenig mehr auf die Erwachsenenwelt und lässt Anspielungen auf den Algerienkrieg einfliessen.

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