Der Hotelier Jean-Paul Mantegna hat sich übernommen und wird von einem Kredithai unter Druck gesetzt. Widerwillig bittet er seinen erfolgreichen Bruder Philippe um Hilfe, doch es kommt zum Streit. Auch sein jüngerer Bruder Francis hat kein Geld. Jean-Paul schließt eine fingierte Versicherung auf seinen herzkranken Immigranten-Vater Raphael ab. Als er plötzlich verschwindet, starten die drei sich fremdgewordenen Brüder eine Suche, die sie mit ihrer eigenen Vergangenheit und verborgenen Gefühlen konfrontiert.

Der Filmschauspielerin und Regisseurin Nicole Garcia ("Place Vendôme") inszenierte ein subtiles Brüder-Drama, das eindringlich eine Atmosphäre der Einsamkeit und Erinnerung beschwört. Es ist zugleich das hervorragend gespielte Porträt einer zweiten Einwanderer-Generation, die sich für den gesellschaftlichen Erfolg so sehr angepasst hat, dass ihr die Vergangenheit zum Ballast geworden ist. Gérard Lanvin erhielt für seine schauspielerische Leistung 1995 den César als bester Darsteller.