Im alten, leicht heruntergekommenen Café Centraal treffen sich neben einigen Reisenden Tag für Tag die gleichen Gestalten aus der Nachbarschaft. Eines Tages verschenkt der Dauerversager Gerard sein ganzes Hab und Gut, weil er angeblich nach Italien verreisen will. So ruft er nach über 18 Jahren auch seinen Bruder Marteen an, der als Schnulzensänger Mario Russo Starruhm erlangt hat. Gerard bittet ihn, ins Café zu kommen. Als dann auch ein Deutscher auftaucht, der ein krummes Geschäft abwickeln will und diesem dann seine prall gefüllte Brieftasche entwendet wird, gibt es mächtig Ärger...

Der niederländische Regisseur Jos Stelling bietet mit diesem Werk nach Filmen wie "Der Illusionist" oder "Der Weichensteller" erneut ein kurioses Panoptikum gescheiterter Existenzen, verlässt mit der Kamera nie die Räume des Cafés, blickt allenfalls - ebenso wie die Gäste oder der Wirt - mal aus dem Fenster und entblößt so auf engstem Raum das Innenleben seiner Figuren. Starke Darsteller und die brillante Kameraarbeit sorgen für ausgezeichnete Unterhaltung. Wie auch bei anderen Werken des Regisseurs bleibt einem der anfängliche Lachen bald im Halse stecken. Hauptdarsteller Dirk van Dijck bekam für seine Leistung das Goldene Kalb, den höchsten niederländischen Filmpreis.