Angeblich arbeitet "Dottore" Joe Morelli als Darsteller-Scout für den Film. Die Menschen strömen in Scharen zu ihm, wenn er mit seinem klapprigen Fiat-Laster in sizilianischen Kleinstädten auftaucht, um angeblich Talente für die Universalia Studios in Rom zu suchen. Man schreibt das Jahr 1953. In Wirklichkeit füttert Joe seine Kamera mit altem, unbrauchbarem Filmmaterial und kassiert gut bei den leichtgläubigen "Filmgesichtern" ab. Doch Joe hat kein Herz für diese Menschen, die vor der Kamera ihr Herz ausschütten. In einem Ort namens Scardizzi begegnet er Beata, einem jungen, schönen Mädchen. Weil sie nur 300 Lire hat, wirft er sie aus seinem Zelt. Doch sie besorgt sich das Geld, indem sie sich einem Don nackt zeigt. Morellis zynisches Spiel mit den Träumen der Menschen fliegt auf, als er sich mit der ehrenwerten Gesellschaft anlegt...

Giuseppe Tornatore erzählt in diesem nostalgischen Streifen über die Wünsche und Träume einfacher Leute vom Lande. Trotz einiger Längen ist dies ein ergreifender und manchmal auch komischer Film. Faszinierend: Die Musik von Alt-Meister Ennio Morricone reflektiert die Szenen absolut gekonnt. Der Film wurde 1995 für den Oskar nominiert und gewann den Spezialpreis der Jury bei den Filmfestspielen in Venedig 1995.