Während ihres Winterurlaubs in St. Moritz wird das britisches Ehepaar Lawrence Zeuge eines Mordes. Da das Opfer ihnen noch eine Nachricht anvertrauen konnte, finden sich die beiden bald in einer Spionagegeschichte wieder. Denn Bösewichter entführen ihre Tochter, damit die sorgenvollen Eltern nicht den Inhalt der Botschaft verraten. Darin geht es um die Ermordung eines Politikers in London. Wieder zu Hause in London versucht das Ehepaar, auf eigene Faust das Attentat zu verhindern und heil aus der ganzen Geschichte zu kommen ...

Die weniger bekannte, frühere Version des von Hitchcock zweimal verfilmten Thrillers über eine Familie, die in eine Mord- und Attentatsaffäre verwickelt wird, wirkt wie eine ungelenkte Fingerübung (die St. Moritz-Szenen etwa sind sogar richtig schlecht) für die Version von Der Mann, der zu viel wusste. Hier lässt Hitchcock zwar in wenigen Szenen sein Gespür für exzellente Suspense (z.B. in der Zahnarztpraxis oder in der Royal Albert Hall) erkennen, wirkt aber mit der Ballerei am Ende fast schon wie ein Western. Interessant: Für die Attentatsszene in der Royal Albert Hall wählte er in beiden Filmen die gleiche Musiksequenz. Ebenfalls gut: Peter Lorre als ambivalenter Bösewicht.

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