Basierend auf dem Roman "Le Masque de fer" von Alexandre Dumas, einer Fortsetzung von "Die drei Musketiere", entstanden mehrere Verfilmungen der Geschichte um die königlichen Zwillingsbrüder Louis und Philippe. Philippe wird von seinem Vater nach Spanien gebracht, wo er ohne Ahnung um seine Herkunft aufwächst, während sein Bruder als Thronfolger erzogen wird. Nach dem Tod des Vaters besteigt Louis als Louis XIV. den Thron. In dem Film von James Whale wird die Geschichte insofern romantisierend verändert, als dass Philippe in die Obhut von D'Artagnan und der Drei Musketiere gegeben wird. Später dann dient er seinem Bruder als Doppelgänger in gefährlichen Situation. Als sich Philippe indes in Maria Theresia, die Braut seines Bruders verliebt, zieht er sich dessen Hass zu und landet in der Bastille. Dort wird sein Gesicht hinter einer eisernen Maske versteckt. Doch D'Artagnan und die Musketiere befreien Philippe. In den anschließenden Kämpfen verlieren der intrigante Louis und dessen Vertrauter Fouquet ihr Leben, während der aufrechte Philippe den Thron besteigt und Maria Theresia zur Königin macht.

Bereits 1929 enstand die erste Verfilmung des Stoffes noch als Stummfilm. Unter der Regie von Allan Dwan spielte Douglas Fairbanks in "The Iron Mask" die Hauptrolle, gewissermaßen eine Fortsetzung seines Erfolgfilms "Die drei Musketiere", und schuf zugleich den Abschied vom stummen "Swashbuckler"-Film, indem er als Held am Ende starb. Zehn Jahre später bereicherte James Whale seine Verfilmung des Abenteuer-Stoffes um andere Motive, indem er einen gothischen Romantizismus schuf und eine faszinierende Dimension des Unwirklichen. Whale war ohnehin ein ausgeprägter Stilist, der vor allem durch seinen "Frankenstein"-Film bekannt geworden war. Die Besetzung der beiden Bruderrollen mit dem selben Darsteller (Louis Hayward, der 1952 in einer weiteren Verfilmung d'Artagnan spielte), unterstrich dabei die moralischen Aspekte des Stoffes. Bei Whale verkörpern die beiden Brüder jeweils das Gute und das Schlechte, die Güte und die Tyrannei. In der Wahl des Darstellers indes wird deutlich, dass beide, eigentlich konträre Charaktermerkmale letztlich verschiedene Seiten ein und derselben Medaille sind.