Wien um 1909: Der berühmte Schauspieler Eugen Bischoff erschießt sich in seiner Nobelvilla. Kurz nach der Tat machen Freunde des Verstorbenen so manch überraschende Entdeckung. Denn sie bringen in Erfahrung, dass Rittmeister Gottfried von Yosch mit Bischoffs Frau liiert war. Es stellt sich ihnen die Frage, ob er in den Selbstmord - oder gar Mord - involviert war. Während der Nachforschungen erschießt sich Solgrub, einer der Freunde, und auch die einstige Schülerin Bischoffs tötet sich unerwartet. Die Aufklärung des mysteriösen Falls scheint in weite Ferne gerückt, als Gabriel Albachary, ein Antiquitätenhändler von zweifelhaftem Ruf, auftaucht...

"Literatur im Film muss mehr sein als die Bebilderung einer literarischen Vorlage", lautete das Motto des unter anderem für seine Literaturverfilmungen hoch anerkannten österreichischen Regisseurs Michael Kehlmann, der 2005 im Alter von 78 Jahren starb. Zu den größten Verdiensten des 1966 mit der Kainz-Medaille ausgezeichneten Regisseurs zählen sein Einsatz für den damals im deutschen Sprachraum noch wenig bekannten Ödön von Horváth sowie die Wiederentdeckung des österreichischen Schriftstellers Leo Perutz. Das Drehbuch zur Verfilmung "Der Meister des jüngsten Tages" schrieb der für seine Politthriller bekannte Schweizer Peter Zeindler ("Feuerprobe", "Der Schattenagent"), vierfacher Träger des deutschen Krimi-Preises.