Yokohama, 1963: Jeden Tag hisst die junge Umi am Haus auf einem Hügel Flaggen, in der Hoffnung, dass ihr auf See verschollener Vater eines Tages doch noch auftauchen wird. Als sie sich in der Schule in den mutigen Shun verliebt, erfährt sie bald, dass auch dessen Vater verschollen ist. Von Shuns Aktionismus begeistert, lässt sich Umi für die Schülerzeitung einspannen. Als dann das Club-Haus der Schule abgerissen werden soll, engagieren sich beide für den Erhalt des altehrwürdigen Gebäudes. Ihr tiefe Freundschaft bekommt allerdings Risse, als Shun erfährt, dass er möglicherweise der Halbbruder von Umi ist ...

Mit diesem Film tritt Goro Miyazaki endgültig in die allzu großen Fußstapfen seines Vaters Hayao Miyazaki ("Chihiros Reise ins Zauberland", "Mein Nachbar Totoro"), der auf dem Filmfestival Venedig 2013 mit seinem Film "The Wind Rises" seinen Rücktritt aus dem Regiegeschäft erklärte. Nach dem weniger gelungenen Debüt "Die Chroniken von Erdsee" hat Goro Miyazaki nun ein Werk vorgelegt, das seinem Vater, der auch das Drehbuch schrieb, durchaus würdig ist. Mit viel Liebe zum Detail wird hier einfühlsam vom Leben in den Sechzigerjahren erzählt.



Foto: Universum