Schon als Junge träumt Andy Kaufman davon, ein großer Komiker zu werden. Und tatsächlich swird er es als junger Mann in den Siebzigerjahren mit ungewöhnlichen Einfällen einer der brillantesten Komiker der USA. Das Publikum weiß nie, was er als nächstes tun wird: imitiert er wieder Elvis, spricht er mit lustigem Akzent, oder liest er Fitzgerald vor? Doch an ihm scheiden sich auch die Geister. Die einen verehren ihn ob seines Einfallsreichtums, die anderen hassen ihn, weil er gnadenlose Show-Einlagen bietet, von denen man nie weiß, ob sie echt oder wieder mal inszeniert sind. Als Andy verkündet, dass er Krebs hat, glaubt man zunächst wieder an einen üblen Gag ...

Auch wenn in unseren Breiten der dadaistische Komiker Andy Kaufman nicht gerade ein Begriff ist - einige erinnern sich vielleicht an seine anarchischen Auftritte in der TV-Serie "Taxi" - bietet dieser Film trotzdem beste Unterhaltung. Jim Carrey spielt hier so gut wie nie und bekam zu Recht einen Golden Globe für diese brillante Leistung (nach "Die Truman Show" sein zweiter in Folge, was er mit dem Satz "Ich bin der Tom Hanks der Golden Globes!" kommentierte). Milos Forman spielt hier mit dem Publikum auf ähnliche Weise, wie es einst Andy Kaufman zelebrierte: Man weiß nie so recht, wo man dran ist. Danny DeVito ist hier nicht nur in der Rolle des Kaufman-Managers George Shapiro zu sehen, er fungiert auch als Produzent. Zu Beginn seiner Karriere stand DeVito gemeinsam mit Kaufman für die TV-Serie "Taxi" vor der Kamera. Co-produziert wurde das Ganze von Kaufmans langjährigem Partner Bob Zmuda, der auch eine kleine Rolle (als Jack Burns) übernahm. Ebenfalls als Co-Produzent tätig: der echte George Shapiro, der in einem Gastauftritt als Club-Besitzer zu sehen ist.

Foto: Concorde