Bahia hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, die junge wie hübsche Frau hat auch ein ungewöhnliches Hobby: Sie setzt sich mit größter Leidenschaft für alle Randgruppen dieser Welt ein. So verfolgt die Idealistin ihre eigene Revolution, indem sie versucht, alle rechten Politiker durch Sex zu bekehren. Schließlich haben ihr die Eltern die Devise "Make love, not war" vorgelebt. Als sie den wesentlich älteren Linkswähler Arthur kennen lernt, stellt sie dessen geruhsames Leben in der Anonymität der Großstadt bald völlig auf den Kopf ...

Regisseur Michel Leclerc ist mit dieser unkonventionellen Posse ein wunderbarer Film gelungen, der alles sagt, was es etwa zum Thema Rassismus und Toleranz zu sagen gibt. Frankreichs Shootingstar Sara Forestier ("Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte") spielt hier mit einer ungemein packenden, ansteckenden Frische und spornt offenbar auch ihren Partner Jacques Gamblin zu Höchstleistungen an. Bei allem Witz birgt die leichte, aber dennoch komplexe Geschichte eine Menge politischen Zündstoffs und sagt zudem viel über die Selbstfindung einer ganzer Generation. So verwundert es kaum, das Regisseur Leclerc und seine Ko-Autorin Baya Kasmi mit dem César für das beste Drehbuch und Hauptdarstellerin Sara Forestier mit dem César als beste Schauspielern ausgezeichnet wurden. Großartig!





Foto: X-Verleih/Michael Crotto