Bauplaner Clemens schwimmt im Geld. Dafür aber ertrinkt er auch in Arbeit und hat für seine beiden Kinder Winnie und Theo keine Zeit. Deshalb ist der Witwer stets auf die Hilfe einer Nanny angewiesen. Doch die beiden Gören sehen ihren Lebenssinn darin, jede noch so nette Nanny möglichst schnell zu vergraulen.

Als Clemens vor dem Abschluss eines Vertrages für ein enormes Bauvorhaben steht, verjagen die Kids mal wieder ein Kindermädchen. Just in dieser Not erscheint Rolf Horst bei der Familie. Der will eigentlich Clemens eine Abreibung verpassen, weil seine Freunde und er selbst durch das geplante Großprojekt Haus und Hof verlieren würden. Doch Clemens lässt Rolf erst gar nicht zu Wort kommen und engagiert ihn prompt als neue Nanny.

Jetzt sieht Rolf seine Chance, die Familie von innen heraus zu untergraben, um Clemens doch noch von dem Bauplan abzubringen. Allerdings hat Rolf die Rechnung ohne die biestigen Kinder gemacht. Ein gnadenloser Grabenkrieg nimmt seinen Lauf ...

Einfach nicht lustig

Aus der Geschichte hätte man durchaus eine witzige Komödie machen können. Aber genau das ist der Knackpunkt: bis auf vielleicht zwei drei Lacher ist das hier Dargebotene einfach nicht lustig. Und was gibt es tödlicheres für eine Komödie?

Dass sich Matthias Schweighöfer als Regisseur durchaus auf Kinoformat versteht, hat er vor allem mit "What A Man" bereits bewiesen. So sind ihm auch diesmal ein paar leinwandtaugliche Bilder gelungen, die aber in dem wilden Wust seiner übertriebenen Familiengeschichte um elterliche Verantwortung und Liebe völlig untergehen. Nervige, gestelzte, unwirklich klingende Dialoge geben dem Nichts an Story den Rest.

Wann werden auch die ambitionierten Filmemacher dieses Landes erkennen, dass am Beginn eines guten Films eine starke Geschichte und ein brauchbares Drehbuch stehen? Das Beste, was man über diesen Streifen sagen kann: "Schlussmacher" war noch schlimmer!

Sehen Sie hier den Trailer zu "Der Nanny":