1838. Das Kaiserreich China befindet sich während der Qing-Dynastie unter der Herrschaft des Kaisers Daoguang. Der Handel mit Opium füllt die Kassen ausländischer, vor allem englischer Händler, und droht, die chinesische Volksgesundheit zu ruinieren. Deshalb entsendet der Kaiser seinen treuen Beamten Lin Zexu als Oberkommissar nach Kanton. Lin Zexu soll unter den bestechlichen Beamten aufräumen. Doch Lin würde die heikle Mission am liebsten ablehnen. Zur selben Zeit kehrt der junge He Shanzhi nach Kanton in das Haus seines Vaters zurück. In einer aufwendigen Aktion lässt Lin unter den Augen der Briten tonnenweise Opium ins Meer werfen und vernichten. Außerdem stellt er die fremden Teufel unter Hausarrest. Die britische Regierung entsendet deshalb 1839 den britischen Außenhandelsinspektor Captain Charles Elliot nach Kanton. Er zwingt die englischen Händler dazu, ihr Opium der britischen Regierung zu überschreiben. So entsteht ein verbitterter Krieg mit China ...

Dieser aufwändige Historienschinken war bis zu Chen Kaiges 1999 in Cannes uraufgeführten Drama "Der Kaiser und sein Attentäter" der teuerste chinesische Film aller Zeiten. Vertreter der britischen Regierung regten sich wegen der üblen Darstellung der Engländer auf. Ob die geschilderten Ereignisse, die zur Übergabe Chinas von Hongkong ans britische Empire führten und dem Kaiser die Verbannung einbrachten, tatsächlich in dieser Form stattgefunden haben, sei dahingestellt. Der Film jedenfalls beeindruckt mit toller Fotografie und deftigen Kampfszenen.

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