New York, 1979: Michael Corleone, das Oberhaupt des amerikanischen Mafia-Clans, hat sich aus den Drogen- und Spielcasino-Geschäften zurückgezogen und will seine Millionen legal bei einem europäischen Immobilien-Konzern anlegen. Doch daran ist auch die Vatikan-Bank beteiligt, und in deren Führungsetage geht es nicht sonderlich heilig zu. Corleone gerät zwischen Widersachern aus dem eigenen Lager und den Machenschaften im Vatikan ins Schussfeld...

Kaum ein Film ist in den Neunzigerjahren von der Kritik so ungerecht behandelt worden wie Coppolas Abschluss der Mafia-Trilogie. Vielleicht kein Wunder, wenn man sich mit zwei längst zum Klassiker gereiften Meisterwerken ("Der Pate" und "Der Pate II") messen lassen muss. Das katholische Lexikon des Internationalen Films meint etwa: "Über weite Strecken allzu ausladend, dann wieder eine inszenatorische 'Tour de Force', findet der auch schauspielerisch nicht durchgehend überzeugende Film zu keinem geschlossenen Stil." Richtig ist, dass der Film einige kuriose Schlampigkeiten aufweist. So spielt er 1979, aber die Päpste Paul VI. und Johannes Paul I. starben beide schon 1978. Aber Coppola hat seine Mafia-Saga immer noch im Griff. Sein dritter "Pate" ist größtenteils spannend und mitunter bravourös inszeniert. Immerhin gab es sieben Oscarnominierungen. Gleich zwei Preise erhielt übrigens Regisseurstochter Sofia Coppola: jeweils einen Razzie Award in den Kategorien schlechteste weibliche Nebenrolle und schlechtester neuer Star.

Foto: Paramount