Gerade erst wurde in Amerika nach einem blutigen Krieg die Unabhängigkeitserklärung verkündet, da muss der neue Staat auch gleich schon wieder um seine Existenz bangen. Die Engländer wollen die amerikanischen Kolonien nicht verloren geben und erklären ihrerseits den Krieg. Benjamin Martin, einst Held des Unabhängigkeitskrieges, hat nun als verwitweter Mann und Vater von sieben Kindern dem Krieg abgeschworen. Als sich aber sein ältester Sohn Gabriel zum Kampf anwerben lässt, eskaliert die Situation schnell: Gabriel gerät in britische Gefangenschaft und der fiese Brite Colonel Tavington tötet den zweitältesten Sohn von Martin. Der hat nun endgültig die Nase voll, befreit durch eine blutige Aktion seinen Ältesten und wird rasch zum Führer einer Miliz, die den Briten immer wieder heftig schadet. Martin kennt bei seinem brutalen Tun nur ein Ziel: Rache an Colonel Tavington ...

Dass Erfolgsregisseur Roland Emmerich tolle Bilder fabrizieren kann, ist ja nichts neues. Aber diesmal ist es ihm gelungen eine richtige Geschichte zu erzählen, auch wenn er dabei wieder - vor allem am Ende - in unerträglich unverhohlenen Patriotismus verfällt, dass die Leinwände wackeln. Dennoch ist dies seit seinem Debüt "Das Arche Noah-Prinzip" sein bester Film, und Gibson gelingt es überzeugend, die Wandlungen vom fürsorglichen Familienvater zum blutrünstigen "Tier" zu demonstrieren. Dass hier "Der Soldat James Ryan"-Autor Robert Rodat wieder aufs amerikanische Publikum abzielte und einen Heldenepos der besonderen Art schaffen wollte, war eigentlich vorher klar. Bemerkenswert: einige Bilder des erschreckend grausamen Mann-gegen-Mann-Krieges - etwa wenn durch Kanonenkugeln Köpfe oder Beine abgerissen werden.

Foto: Columbia