Der vom Kino besessene kleine Verkäufer Fabre ist noch nie aus dem südfranzösischen Heimatstädtchen herausgekommen. Trotzdem glaubt er, zum Leinwandstar geboren zu sein. Als eines Tages ein Filmteam in dem Provinznest auftaucht, sieht er seine Chance gekommen. In seiner Naivität merkt er nicht, dass die Filmleute sich königlich auf seine Kosten amüsieren. Für sie ist er der typische "Schpountz", ein Trottel, der vom Ruhm träumt. Nur das Scriptgirl Françoise hat Mitleid mit ihm...

Die Idee für "Der Schpountz" kam Regisseur Marcel Pagnol während der Dreharbeiten zu "Angèle". Der slawisch anmutende Begriff "Schpountz" zur Bezeichnung eines Filmfans geht auf Pagnols Kameramann Willy Faktorovitch zurück - und auf die Geschichte eines Möchtegern-Filmstars, der bei einem bekannten Produzenten abblitzte. Der Film ist die einzige echte Komödie Pagnols und fügt sich nicht unbedingt nahtlos in seine Filmografie ein. Im Jahr des Entstehens von "Der Schpountz" (1938) wird die heftig geführte Auseinandersetzung um den Tonfilm zu Ungunsten des Stummfilms entschieden. Pagnol, der in diesem filmhistorischen Streit um (Film-)Ästhetik eine zentrale Rolle spielte - er hatte die ganze Sache überhaupt in Bewegung gebracht -, gibt mit diesem Film seine persönliche und abschließende Antwort. Die Komödie führt den Zuschauer hinter die Kulissen in die lustige und spannende Welt des Films mit ihren Originalen, die einander manchmal üble Streiche spielen. In Zeiten des Reality-TV, in denen alle möglichst schnell reich und berühmt werden wollen, erhält "Der Schpountz" eine neue Bedeutung. Eine liebenswürdige Komödie über den Sohn eines kleinen Einzelhändlers, der von einer großen Filmkarriere träumt und auf einen hinterhältigen Streich hereinfällt.