Der Industriedesigner Robert (Paddy Considine, Foto mit Julia Stiles) zieht von der Stadt aufs Land, um Abstand von seiner Noch-Ehefrau Nickie zu gewinnen. Von einer Obsession getrieben, schleicht er immer wieder zu einem abgelegenen Haus im Wald, um eine blonde Frau namens Jenny zu beobachten. Eines Abends entdeckt die junge Frau den Stalker - und lädt ihn überraschend in ihr Haus ein. Jenny ist überzeugt, dass es sich bei ihrer Begegnung um eine schicksalhafte Fügung handelt. Sie verliebt sich in Robert und verlässt für ihn ihren jähzornigen Freund Greg. Als dieser nach einer Auseinandersetzung mit Robert verschwindet, gerät Letzterer unter Mordverdacht ...

1962 veröffentlichte Patricia Highsmith ihren Roman "The Cry of the Owl", der schon bald zum Bestseller avancierte und von Regisseur Claude Chabrol Der Schrei der Eule mit Christophe Malavoy und Mathilda May beeindruckend in Szene gesetzt wurde. 2009 schließlich nahm sich der ehemalige Musikvideo- und Kurzfilmer Jamie Thraves der Geschichte an und inszenierte diesen Psychothriller, der seine düstere Spannung erst nach und nach aufbaut. Nichts ist hier so wie es zunächst scheint, und mit immer neuen überraschenden Wendungen gelingt es Thraves, die Spannung bis zum Schluss zu halten. Dabei konnte er sich auf das Spiel seiner beiden gut aufgelegten Hauptdarsteller Paddy Considine ("Das Bourne Ultimatum", "Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis", "Yorkshire Killer 1980") und Julia Stiles stützen.

Foto: ARD/Degeto