Im 19. Jahrhundert durchleben zwei chinesische Mädchen, die am gleichen Tag geboren wurden, das gleiche Schicksal: Als Siebenjährige werden ihre Füße abgebunden, damit sie später sogenannte Lotusfüße – ein kurioses Schönheitsideal der Zeit – und damit einen Mann bekommen. Die beiden lernen sich als Schülerinnen der Laotongs, Schwestern im Geiste, kennen und werden als junge Frauen in die Ehe geschickt. Ihre Beziehung findet zwar offiziell ein Ende, doch die beiden kommunizieren fortan in einer Geheimschrift, versteckt in den Falten eines Seidenfächers. In der heutigen Zeit indes versuchen zwei Nachfahren der Laotongs, ihre einstige Kinderfreundschaft über alle Konventionen hinweg ebenso krampfhaft fortzuführen ...

Regisseur Wayne Wang hat einst durchaus mit filmischen Leistungen wie etwa "Smoke - Raucher unter sich" durchaus überzeugen können. Doch Mit diesem Mix zweier ähnlicher Geschichten erzeugt er leider nur eines: Langeweile. Hier will der Funke einfach nicht überspringen, zu distanziert bleiben die Figuren, zu lethargisch die Dramaturgie, zu öde die filmische Inszenierung. Was eine faszinierende Abhandlung über die Herrschaft des Mannes über die Frau hätte werden können, entpuppt sich als seelenloses Dahingeplätscher. Da nützt auch der überaus überraschende Gastauftritt von Hugh Jackman nichts.



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