Normandie, 6. Juni 1944: Die Invasion der alliierten Truppen hat begonnen. Captain John Miller führt ein besonders brisantes Sonderkommando: Er soll sich mit seinen Leuten hinter die feindlichen Linien schlagen und den Soldaten James Ryan zurückholen. Der Grund: Ryans drei Brüder sind alle im Krieg gefallen und man will der Mutter ersparen, dass der vierte Sohn auch auf der Strecke bleibt ...

Steven Spielberg inszenierte das Kriegsdrama nach einer wahren Begebenheit. Vor allem die Kampfszene gleich zu Beginn hat es in sich: Schonungslos zeigt hier Spielberg die Schrecken des Krieges, lässt Körper aufplatzen und zerfetzen, taucht unvermittelt in das Kampfchaos, zeigt die Angst vor dem Tod. Danach unterlaufen dem Meister freilich inszenatorische Fehler. Die wären noch zu verzeihen, wenn der Streifen gegen Ende nicht in unerträgliches Pathos verfallen würde. Denn irgendwie wird der Tod von Captain John Miller dadurch gerechtfertigt, dass James Ryan am Ende mit seiner riesigen Sippschaft vor dem Grab des Lebensretters 'rumheult. Richtig derbe und ein wirklich Anti-Kriegsfilm wäre es geworden, wenn er Ryan als verkommenen Penner in der Gosse gezeigt hätte. Wie auch immer, dank der grandiosen ersten Hälfte ist dies dennoch ein bemerkenswerter Film. Dies sah die Oscar-Jury ähnlich: Preise gab's u.a. für die beste Regie, beste Kameraarbeit, beste Ton-Effekte und besten Ton.