Der katholische Teil von Belfast, Anfang der Achtzigerjahre: Der junge Ire Martin schlägt sich mangels beruflicher Perspektiven als Kleinganove durch. Um Politik und die Belange der IRA kümmert er sich zunächst gar nicht. Der junge Haudegen will lediglich seinen Spaß. Doch die respektlose Art, mit der er die englische Polizei immer wieder an der Nase herumführt, erweckt das Interesse des britischen Sicherheitsoffiziers Fergus, der ihn nach einer Verhaftung vernimmt. Fergus rechnet damit, dass die IRA den ungestümen Draufgänger früher oder später rekrutieren wird, und ködert Martin als britischen Spitzel. Der Plan geht auf: Martin wird zum "Supergrass", zur Riesenpetze. Dank seinem raschen Aufstieg in der Hierarchie der Rebellenarmee liefert er wertvolle Informationen zur Vereitelung zahlreicher Bombenanschläge. 50 todgeweihten Männern rettet er damit das Leben. Doch die IRA vermutet bereits, dass sich ein Maulwurf in der Organisation befindet ...

Inspiriert von "Fifty Dead Men Walking", der autobiographischen Lebensgeschichte des Ex-IRA-Aktivisten Martin McGartland, der aus Angst vor der Rache der IRA bis heute Tag im Untergrund lebt, drehte Kari Skogland dieser Thriller über den nordirischen Bürgerkrieg, der sich nahtlos in die Reihe thematisch ähnlich gelagerter Werke wie etwa "Im Namen des Vaters", "Cal", "Feindesland - Lebenslänglich IRA" oder "Teufelskreis der Gewalt" einreiht. In den Hauptrollen des in atmosphärisch dichten Bildern eingefangenen Werks glänzen Jim Sturgess ("The Way Back - Der lange Weg", "Crossing Over") und Oscar-Preisträger Ben Kingsley.