14. Dezember 1976: Der 25-jährige Landwirtschaftsstudent Richard Oetker hat sich mit seiner neuen Liebe Christine fürs Kino verabredet. Doch daraus wird nichts: Auf dem Uni-Parkplatz wird er entführt und in eine sargähnliche Holzkiste verfrachtet. Die Kidnapper fordern 21 Millionen Mark Lösegeld. Und sie gehen mit ihrem Opfer alles andere als zimperlich um. Richard Oetker ist in der engen Kiste angekettet und mit einer Steckdose verkabelt. Jeder Versuch, sich zu befreien oder um Hilfe zu rufen, löst einen Stromschlag aus. Oetker erleidet lebensgefährliche Verletzungen ...

Der zweiteilige TV-Film von Peter Keglevic ("Falling Rocks") entstand nach Tatsachen und beleuchtet akribisch wichtige Details des spektakulären Falles und seiner letztendlich kuriosen Lösung. Dabei werden auch Fahndungsfehler nicht verschwiegen. Hervorragende Darsteller - allen voran Christoph Waltz als Entfüher und Sebastian Koch als Opfer - runden das Katz-und-Maus-mäßige TV-Highlight ab. Koch ließ es sich übrigens nicht nehmen, zur Vorbereitung auf seine Rolle ein sechsstündiges Gespräch mit Oetker, der das Drehbuch absegnet hat, zu führen. Kameramann Hans-Günther Bückings wurde für seine Arbeit 2002 mit der Verleihung des Deutschen Kamerapreises (Kategorie Fernsehen) ausgezeichnet.

Foto: SWR/Teamworx