Im Hafen von Hongkong wird ein kleines chinesisches Mädchen von seinem Familien-Sampan an Bord eines europäischen Frachters abgesetzt, um an Bord zu arbeiten. Von nun an wäscht, putzt und kocht sie für die Mannschaft so unermüdlich, dass ihr schon bald niemand mehr einen Lohn zu verweigern wagt. Ihre unerschöpfliche Energie weckt den melancholischen, einzelgängerischen Bordfunker Nikos aus seiner Apathie. Zwischen dem Seebären und dem chinesischen Mädchen entsteht eine zarte Bindung, trotz der Verständigungsschwierigkeiten. Eine Freundschaft, fast eine Art von Liebesbeziehung, die jedoch nicht lange währen soll...

Regisseurin Marion Hänsel ("Das Geheimnis des Dirigenten") drehte hier eine effektvolle Mischung aus romantischem Märchen und realistischer Beschreibung der Spannungen zwischen Erster und Dritter Welt vor dem prachtvollen Kulisse Hongkongs. Hänsels Film ist jedoch vor allem die einfühlsam und atmosphärisch erzählte Geschichte einer Freundschaft. Eine Geschichte, die von der Verschwiegenheit, den Erwartungen und dem Leid ihrer Protagonisten bestimmt ist. In den Hauptrollen überzeugen Stephen Rea und die junge Ling Chu.