In einem Dorf in Norddeutschland wird bei Abbrucharbeiten eine einzementierte Leiche entdeckt. Die Autopsie ergibt, dass der Mann im Zement erstickte. Bei der Identität des Toten gibt es für die beiden Kommissare (Michael Mendl, Foto, mit Frank Giering) vor Ort eine Überraschung: Es handelt sich um Michael Lehmann, der seit 16 Jahren verschollen war. Er stand im Verdacht, einen neunjährigen Jungen aus dem Dorf sexuell missbraucht und ermordet zu haben. Seinerzeit ermittelte Kommissar Hagen Dudek in dem Mordfall, der inzwischen an Krebs erkrankt ist und drei Tage vor seiner Pensionierung. Deshalb bittet er seinen Kollegen Klaus Wendt, ihn bei den erneuten Ermittlungen noch mitarbeiten zu lassen...

Markus Imboden inszenierte ein packendes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem der Zuschauer nie weiß, wie es weitergeht. Überraschende Wendungen und ein komplexer, abgründiger Plott sorgen für beste Krimi-Unterhaltung, die der Regisseur nach dem Drehbuch von Holger Karsten Schmidt drehte. Mit dem Autor realisierte er zuvor schon den Krimi "Mörderische Erpressung" (2005) und den Thriller "Der Mörder ist unter uns" (2003). Ganz hervorragend sind die schauspielerischen Leistungen der beiden Ermittler alias Michael Mendl und Frank Giering, die sich hier in ihrem ersten gemeinsamen Filmauftritt nichts schenken und sich ständig belauern.

Foto: ZDF/Gordon A.Timpen