An ihrem Geburtstag erfährt Jeanne, dass ihr Vater, eine indische Reisebekanntschaft ihrer Mutter, ein sogenannter "Unberührbarer" war. In der Erwartung, endlich ihre Wurzeln zu finden, bricht Jeanne sofort nach Indien auf. Dort trifft sie nicht nur auf eine völlig andere, faszinierende Kultur, sondern tatsächlich auch auf ihren Vater - und vor allem auf sich selbst ...

Nach "Sade", "Marie und Freud" sowie "Hier und jetzt" ist dies bereits die vierte Zusammenarbeit von Regisseur Benoit Jacquot und der Darstellerin Isild Le Besco. Allerdings ist "Der Unberührbare" reichlich kopflastig ausgefallen, denn Jacquot mixt hier die Probleme des indischen Kastensystems mit der Entwicklungsgeschichte einer jungen Frau auf der Suche nach ihrem Vater. Das wirkt oft viel zu aufgesetzt, auch wenn Le Besco die junge Jeanne glaubhaft verkörpert. Ihr Lohn: der Marcello-Mastroianni-Preis für die beste schauspielerische Nachwuchsleistung bei den Filmfestspielen von Venedig .

Foto: arte F/Jayne Chu