Algerien 1960. Oberleutnant Roque ist mit seinen Männern in Algerien stationiert. Unter seinem Kommando befinden sich auch vier Moslems, die in die Armee einberufen wurden. Besonders beim Übersetzen der Landessprache ins Französische und umgekehrt leisten sie nützliche Dienste und auch sonst bereiten sie keinerlei Probleme. Doch eines Tages erfährt Roque, dass die vier jungen Männern scheinbar gemeinsam mit den Rebellen einen Übergriff auf das Lager planen ...

Vor dem Hintergrund des Algerienkrieges (1954-1962), der mit der Unabhängigkeit des nordafrikanischen Staates von der Kolonialmacht Frankreich endete, inszenierte der in Marokko geborene Regisseur Philippe Faucon dieses Kriegsdrama, das zu mehr Toleranz appelliert. Nach einer autobiografischen Erzählung von Claude Sales in Szene gesetzt, mixt er authentische Bilder des algerischen Volkes in die Spielhandlung, in der er sich besonders mit der Frage auseinandersetzt, wem man in Zeiten eines Krieges überhaupt noch trauen kann. Dabei verzichtet er auf Bilder vom Kampf, Tod und Folter.

Foto: arte F/Pyramide Distribution