Forstarbeiter Tati lebt im Urwald im nördlichen Argentinien und ist trotz des geringen Verdienstes und der schweren Arbeit immer fröhlich. Und ist ein leidenschaftlicher Fan von Diego Armando Maradona. Er spricht die ganze Zeit vom Fußballgott, weiß jedes Detail über ihn und hat sich sogar die 10 auf den Rücken tätowieren lassen, die Trikot-Nummer seines Idols. Gegen Entgelt sucht Tati Wurzeln für Silva, der daraus Figuren für die Touristen schnitzt. Als er wieder einmal durch den Wald streift, entdeckt er eher zufällig einen umgestürzten, verwitterten Baum und sieht in einem Teil der Wurzel sofort einen jubelnden Maradona. Als er erfährt, dass sein Idol unter mysteriösen Herzbeschwerden in ein Krankenhaus in Buenos Aires eingeliefert worden ist, weiß er plötzlich: Der Fund der "Statue" war kein Zufall, es war ein Zeichen des Himmels, eine Botschaft an ihn. Er fasst er den Entschluss, sie dem Meister persönlich zu überreichen, um ihn mit den heiligen Kräften der Wurzel bei der Genesung einer Krankheit zu unterstützen ...

Der argentinische Regisseur Carlos Sarin ("Historias minimas", "Bombón - Eine Geschichte aus Patagonien") drehte diesen witzigen Mix aus Roadmovie und Komödie, die ihren Protagonisten (überzeugend: Ignacio Benitez) auf eine Reise durchs halbe Land führt. Sensibel erzählt und von den Laiendarstellern mit viel Enthusiasmus verkörpert, gelang Sarin ein wunderbares Genrewerk, das gleichzeitig eine Liebeserklärung an sein Land und seinen wohl größten Fußball-Star ist. "Der Weg nach San Diego" wurde 2006 mit dem Großen Preis der Jury auf dem Filmfestival von San Sebastian ausgezeichnet.

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