Schauspieler, Autor und Ex-RAF-Mitglied Christof Wackernagel zog es von Bochum ins westafrikanische Mali. Dort traf ihn Regisseur Jonas Grosch, um ihn zu porträtieren. Mit dem Musiker Madou Coulibaly und seiner Haushälterin Assa lebt Wackernagel in Bamako, der Hauptstadt Malis. Derzeit mit diversen Projekten und Büchern beschäftigt, gibt er abends mit dem Musiker Konzerte auf der Straße. Eigentlich wollte er in Mali Vollkornbrot etablieren, scheiterte aber kläglich. Eine weitere Anregung von Wackernagel: Man könne der Bevölkerung helfen, indem man den Offiziellen die Dienstwagen abnimmt. So könnten zumindest Taxifahrer wieder mehr verdienen...

Kuriose Ideen hat Christof Wackernagel viele. Die gibt er hier auch gerne vor der Kamera preis, erzählt aus seinem Leben, von der RAF, dem Gefängnisaufenthalt, vom Zusammentreffen mit jenem niederländischen Polizisten, auf den er geschossen hat usw. Vieles von den Erzählungen ist spannend oder lustig. Allerdings trübt die gnadenlose Selbstdarstellung des sympathischen Künstlers und unverbesserlichen Weltverbesserers auf Dauer das Vergnügen. Etwas mehr Distanz hätte dem Ganzen gut getan.

Foto: MMM Film (24 Bilder)