In einem kurdischen Dorf wartet ein Fotograf aus Teheran darauf, dass eine uralte Frau endlich das Zeitliche segnet. Denn er will unbedingt eine seltene Trauerfeier mit seiner Kamera festhalten. Doch die ewige Warterei wird ständig durch das Klingeln seines Handys unterbrochen. Hinzu kommt, dass sich der Mann erst durch das Dorf auf einen Hügel begeben muss, um so einen Empfang zu bekommen. Bald weiß er nicht mehr, was nerviger ist, die Warterei oder das Handy...

In ruhiger Erzählweise bekommt hier der Zuschauer einen Einblick in den iranischen Alltag. Bei fast zwei Stunden Laufzeit haben sich viele Längen eingeschlichen, die die Sorgen des Protagonisten fast spürbar machen. Der Film erhielt 1999 in Venedig den großen Preis der Jury und den Preis der Internationalen Filmkritik (FIPRESCI-Preis). Abbas Kiarostami arbeitete hier mit den Bewohnern des Dorfes Siah Dareh - allesamt Filmlaien - zusammen.