Thomas Manns weltbekannte Geschichte von Hans Castorp, dem jungen Hamburger, der während eines Besuchs dem Reiz der Schweizer Kurklinik "Berghof" verfällt. Von der morbiden Atmosphäre des "Zauberbergs" angesteckt, wird Hans selbst krank, bleibt im Sanatorium und lebt sieben Jahre ein völlig abgeschiedenes Leben im Mikrokosmos des "Berghofs"

Es gab also doch ein Leben vor der "Lindenstraße": Hans W. Geissendörfer, "Vater" der erfolgreichen Langzeit-Serie, gelang mit der Verfilmung von Thomas Manns Entwicklungsromans "Der Zauberberg" eine kongeniale Umsetzung des Literatur-Klassikers. Verantwortlich für die buchgetreue Film-Atmosphäre des "Zauberbergs" (spielt in den letzten Jahren vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges) sind einerseits die Leistungen der Schauspieler (Rod Steiger, Christoph Eichhorn, Hans Christian Blech) vor der Kamera, andererseits die Bilderkunst des deutschen Hollywood-Exports Michael Ballhaus ("Outbreak - Lautlose Killer", "GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia", "Die fabelhaften Baker Boys") hinter der Kamera. Für "Zauberberg" erhielt Geissendörfer vier deutsche Filmpreise, darunter 1982 das Filmband in Silber.

Foto: Kinowelt