Zigeuner Hugo Sennart ist aus dem Knast ausgebrochen und will mit zwei Komplizen eine Bank ausrauben. Obwohl die Polizei die Verfolgung des Gangstertrios akribisch vorantreibt, gelingt es "dem Zigeuner", hinterlassene Spuren zu verwischen. Zeitgleich ereignet sich in Paris ein Juwelenraub, bei dem der alternde Tresorknacker Yan Kuq sein meisterliches Handwerk beweist. Nach einem Streit stürzt sich dessen untreue Ehefrau in einer Panikattacke vom Balkon des Hochhauses, und er flieht aus Angst vor der Festnahme. Die Polizei ermittelt nun in beiden Fällen, aber lange Zeit ohne Fahndungserfolg. Auf der Flucht kreuzen sich die Wege des Bandentrios mit den Zufluchtsorten von Yan...

Regisseur José Giovanni ("Endstation Schafott") inszenierte hier einen schlagkräftigen Kriminalfilm mit überzeugenden Actionsequenzen. Der Zuschauer findet seine Identifikationsfigur in dem harten, aber zugleich sensiblen Gangster Hugo Sennart. Alain Delon verkörpert "den Zigeuner" und verleiht dem Helden sein facettenreiches Gesicht, in dem sich hasserfüllte und melancholische Züge abwechseln. Der Schlüssel für das Verständnis des Charakters liegt in der Odyssee seines Volkes, das seit Jahrhunderten ohne Heimat durch Europa irrt und eine Außenseiterrolle eingenommen hat. Dabei gelingt es Regisseur José Giovanni, den Zwiespalt zwischen Zigeunern und französischer Bevölkerung aus einer wertfreien Perspektive zu erzählen.