Ricky ist ein eiskalter Killer, der keine Skrupel oder Gefühle zu kennen scheint. Der Vietnamveteran ist nach Deutschland zurückgekehrt, wo er für drei Münchner Polizisten Leute umlegt, die diese als Beamte nicht einfach selbst töten können. Als er im Hotel nach einem Mädchen verlangt, schicken ihm seine Auftraggeber Rosa, die Geliebte eines der Polizisten. Das Mädchen verliebt sich in Ricky. Da erhält er einen neuen Auftrag: Er soll Rosa töten ...

Oft als Hommage an den Hollywood-Gangsterfilm der Vierzigerjahre angesehen, ist dieses Drama im Stil des film noir sicher einer der ungewöhnlichsten Filme des Ausnahmeregisseurs Rainer Werner Fassbinder, der bei Publikum und Kritik allerdings nicht unumstritten war. Fassbinders Stammschauspieler Karl Scheydt gibt gekonnt den emotionslosen Killer, für den Töten in einer entmenschlichten Welt lediglich ein einträgliches Geschäft ist. Polizei und Gangster arbeiten hier Hand in Hand, Gute und Böse sind nicht mehr zu unterscheiden, gesellschaftliche Normen spielen keine Rolle mehr. In dunklen wie kargen Schwarzweiß-Bildern wird dieses erschreckend trostlose Gesellschaftsbild, dass Fassbinder im Jahr zuvor bereits in "Warum läuft Herr R. Amok?" skiziierte, eingefangen. Fassbinders Stammkomponist Peer Raben lieferte einmal mehr die kongeniale Filmmusik.

Foto: Kinowelt