Während ihr Mann seinem Job als Pilot nachgeht, tötet Mellie (Marlène Jobert, Foto, mit Charles Bronson), die allein in ihrem Haus an der Côte d'Azur zurückgeblieben ist, in Notwehr einen Verbrecher, der sie vergewaltigt hat. Statt die Polizei zu verständigen, wirft sie die Leiche aus Scham ins Meer. Bald darauf zieht sie den Verdacht des amerikanischen Geheimagenten Dobbs auf sich, der seinerseits den Gangster verfolgte. Dobbs ist hauptsächlich an den 60000 Dollar interessiert, die der Verbrecher bei sich führte. Instinktiv ahnt er, was zwischen dem Verfolgten und der jungen Französin vorgefallen ist. Als Tony von seinem Flug zurückkehrt und sich seine Frau in Widersprüche verwickelt, kriselt es zwischen ihnen. Mellie vertraut sich ihm nicht an. Nachdem Tony wieder unterwegs ist, beginnt ein raffiniertes Katz- und Mausspiel zwischen Dobbs und Mellie. Als in der Nähe eine Leiche angeschwemmt und eine junge Frau als Mörderin beschuldigt wird, versucht Dobbs, Mellie davon zu überzeugen, dass jetzt eine unschuldige Frau für ihr Verbrechen büßen muss. Damit löst er beinahe eine neue Katastrophe aus ...

Dem Kriminalfilm-Spezialisten Renè Clément ("Nur die Sonne war Zeuge") drehte mit handwerklicher und darstellerischer Finesse einen ausgetüftelten Psychothriller. Das ungleiche Paar Charles Bronson und Marlène Jobert liefert sich ein spannendes psychologisches Duell, wobei Bronson vordergründig die Oberhand behält, sich aber am Ende in seine - für ihn unerreichbare - Gegnerin verliebt hat.

Foto: ARD/Degeto