Das bayerische Hausberg im Jahr 1846: Der Kriele-Bauer wandert mit seiner Familie nach Amerika aus. Das Geld reicht jedoch nicht, um seinen Knecht Veit mitzunehmen, der in des Bauern Tochter Anna verliebt ist. Vor der Abreise verspricht der junge Mann seiner Geliebten, ihr eines Tages nach Amerika zu folgen. Mitten im bitterkalten Winter verdingt Veit sich als Baumfäller, denn Holz wird dringend für den Eisenbahnbau benötigt. 1847 folgt er seinem Vorarbeiter und Freund Johannes nach Preußen. Dort hofft er, immer das Ziel Amerika und seine geliebte Anna vor Augen, bei dem immer stärker wachsenden Eisenbahnbau dreimal soviel verdienen zu können. Doch Veit wird krank und landet schließlich in Bremerhaven, wo er versucht, mit falschen Papieren endlich an Bord eines Schiffes nach Amerika zu gelangen. Der Plan scheitert, der ehemalige Knecht wird verhaftet und des Mordes an dem Eigentümer der Papiere verdächtigt ...

Das füfnteilige TV-Historiendrama war die letzte Arbeit des großen Regisseurs Wolfgang Staudte, der während der Dreharbeiten im damaligen Jugoslawien plötzlich verstarb. Schließlich beendete Regie-Kollege Hans-Werner Schmidt das ambitionierte Werk, das vom abenteuerlichen und beschwerlichen Leben eine jungen Knechts erzählt, der am Bau der der ersten deutschen Eisenbahnstrecke mitwirkt, währenddessen aber nur seiner großen Liebe in Amerika träumt, der er unbedingt folgen möchte. 1986 mit dem renommierten Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet, verknüpft das Historiendrama den Eisenbahnbau geschickt mit dem Gesellschaftsbild der damaligen Zeit. Hauptdarsteller Horst Kummeth ("Die Rebellin") machte sich später auch als Seriendarsteller einen Namen und schreibt zusammen mit seiner Eva Drehbücher für TV-Produktionen wie "Liebe hat Vorfahrt" und "Mein Nachbar, sein Dackel & ich".

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