1923 in einem rückständigen Bergkaff, irgendwo in Kirgisien. Hier herrschen mittelalterliche Zustände. Von einer Oktoberrevolution hat hier niemand etwas mitbekommen. Nun steht ein echtes Großereignis an: Das Dorf bekommt einen Lehrer! Der naive, aber liebenswerte junge Mann macht sich eifrig daran, die verkrusteten Verhältnisse aufzulösen und aus den Dorfbewohnern aufrechte Sowjetbürger zu machen. Damit stösst er allerdings nicht nur auf Gegenliebe...

"Der erste Lehrer" ist ein typisches Beispiel für einen sowjetischen "Agitprop"-Film (für Agitationspropaganda). Der belehrende Unterton ist unverkennbar, die Zielrichtung klar: So führt ein ehemaliges Mitglied der Roten Armee dem Sozialismus weitere Fürstreiter zu. Sehenswert ist das aus historischen Gründen, denn mit der Ideologie wird sich heute kaum noch jemand anfreunden können. Regisseur Andrej Michalkow-Kontschalowski ist der Bruder von Nikita Michalkov. Er ging unter dem Namen Andrej Konchalovski in den 80er Jahren vorübergehend nach Hollywood, wo er einige anspruchslose Komödien wie "Tango & Cash" (1989) drehte. In den 90er Jahren arbeitete er wieder in Rußland. Auch die TV-Serie "Die Abenteuer des Odysseus" mit Armand Assante geht auf sein Konto.