Vor neun Jahren hat sich Theo in den Dünen gnadenlos über eine junge Frau hergemacht und landete wegen Vergewaltigung im Bau. Nun wird er unter Therapie wieder auf freiem Fuß gesetzt. Doch Theo ist derart unsicher, dass sich das neue Leben als ziemlich schwierig erweist. Als er die 27-jährige Nettie kennen lernt, die ebenfalls eine unrühmliche Vergangenheit mit sich herum trägt - sie wurde vom Vater missbraucht -, steht ihre Liebe nicht gerade unter einem günstigen Stern...

Mit "Komm zurück, sexy Sadie" lieferten Regisseur Matthias Glasner und Schauspieler Jürgen Vogel bereits vor Jahren ein ungewöhnliches, gemeinsames Projekt. Nun folgt mit diesem Einblick in die Untiefen der menschlichen Seele ein weiteres. Dabei gingen den Filmemachern offenbar die Distanz zum eigenen Werk verloren: unzählige Längen, die lediglich wiederholen, statt zu erklären, unnötig explizite Sexszenen (wer will schon en detail sehen, wie Vogel onaniert) und die vielfache Direktheit nerven auf Dauer ungemein, zumal eine Identifikation mit keiner der gezeigten Figuren möglich ist. So bietet die schwer verdauliche Kost höchstens sadistisch veranlagten Voyeuren einen Reiz, auch wenn gerade die schauspielerischen Tabubrüche enorm sind.

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