Los Angeles, 1928: Die allein erziehende Christine Collins muss zur Arbeit und lässt ihren neunjährigen Sohn Walter zurück. Als sie nach der Arbeit nach Hause zurückkehrt, ist er verschwunden, die verzweifelte Mutter meldet ihn als vermisst. Ein paar Monate später wird ein Junge zu ihr gebracht, der behauptet, ihr Sohn zu sein. Die Polizei braucht positive Publicity. So wird Christine als leicht verwirrt dargestellt. Doch die gibt nicht so schnell auf und sucht ihren echten Sohn weiter. Dies ist natürlich den Saubermann-Polizisten ein Dorn im Auge. Man lässt die Frau in eine psychiatrische Anstalt einweisen ....

Nach wahren Begebenheiten inszenierte Clint Eastwood ein stimmiges Zeitkolorit mit vielen düsteren Momenten. Einziger Knackpunkt: Die für den Oscar nominierte Angelina Jolie (sie verlor ihn gegen Kate Winslet) ist mit der Hauptrolle sichtlich überfordert. Gleich der Einstieg präsentiert sie gerade aufgewacht wie aus dem Ei gepellt, so dass man ob des Unvermögens, verschlafen auszusehen, eigentlich das Weite suchen möchte. Auch die zu gewollt gequält wirkenden Gesichtszüge nerven bzw. amüsieren mehr als sie zu Tränen rühren. Dennoch: Der Rest ist trotz der Zähigkeit gut, weil präzise, spannend und treffend eingefangen.

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