Was Til Schweiger und Jan Josef Liefers in den 90ern mit "Knockin' On Heaven's Door" konnten, können Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz schon lange. Dabei erfinden sie zwar das Rad nicht neu, die Geschichte von zwei Todkranken, die vor ihrem Ableben noch einmal richtig auf die Pauke hauen wollen, weiß dennoch zu überzeugen.

Letzte Hoffnung

Andi (Matthias Schweighöfer) hat eine Lungenfribrose, Benno (Florian David Fitz) ein Geschwür im Gehirn, und beiden bleibt nicht mehr viel Zeit. Diese wollen die vollkommen unterschiedlichen Männer allerdings bis zur letzten Minute auskosten. Möglich macht es ein Kredit, den sie beanspruchen, aber nicht zurückzahlen wollen - bei Toten ist schließlich nichts mehr zu holen. Damit beginnt eine Reise, die trotz eines absehbaren, düsteren Endes ein Moment des Lichtes für die beiden Sterbenden ist.

"Es gibt den Tod überhaupt nicht ...


... Es gibt nur den Moment davor." Diese Worte, die Florian David Fitz' Rolle spricht, fassen das Thema des Films perfekt zusammen. Es ist keine Trauerfeier, sondern ein knapp zweistündiges Fest für das Leben. Diese Mischung aus Tragödie und leichtem Witz ist nicht nur dem Darstellerduo zu verdanken, das allgemein für grundverschiedene Rollen steht, sondern auch Fitz in seiner Funktion als Regisseur. Zudem hat der Mime bereits Erfahrung darin, einen Todgeweihten mit Blick nach vorne glaubhaft zu verkörpern: In "Hin und weg" (2014) spielte er einen Mann, der an der Nervenkrankheit ALS leidet.

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