In transsilvanischen Siebenbürgen scheint die Welt noch in Ordnung. Dort lebt der 16-jährige Felix mit seinen Freunden, der Jüdin Gisela, Hans, dem Sohn des Kaminkehrers und und der kokett-morbiden Alfa eine unbeschwerte Jugend. Doch der Zweite Weltkrieg verändert das Leben der vier Freunde. Felix und Hans Adolf treten der Hitlerjugend bei und sehen sich schon bald mit Fragen nach Recht und Unrecht, Verrat, Liebe und Freundschaft konfrontiert. Doch die Folgen des Krieges sind weitaus gravierender, als erwartet. Denn am 23. August 1944 löst sich Rumänien von Deutschland, mit dem es bisher verbündet war ...

1998 veröffentlichte der in Siebenbürgen geborene und lebende Pfarrer Eginald Schlattner seinen Roman-Erstling "Der geköpfte Hahn", in dem er seine Jugenderfahrungen verarbeitete. Acht Jahre später nahm sich das Regieduo Radu Gabrea und Marijan Vajda des Stoffes an und erzählt erstmals die Geschichte des Untergangs des multikulturellen Miteinanders der Siebenbürger Sachsen mit Rumänen, Juden und Ungarn. Dabei werden mit der gut aufgelegten Jungdarsteller-Crew die großen historischen Ereignisse, die mit der Vertreibung eines großes Teils der Siebenbürger Sachsen endete, gekonnt mit der Geschichte des heranwachsenden Felix, seinen pubertären Kämpfen, der ersten Liebe und den ersten erotischen Erfahrungen verknüpft. Nur das allzu kitschige Ende hätten die Filmemacher den Zuschauern ersparen können!

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