Anfang der Fünfzigerjahre, DDR, Ostberlin: Der junge Richter Jan ist mit Frau und Tochter in die Hauptstadt gezogen, um sein neues Amt als Untersuchungsrichter anzutreten. Sein Mentor und früherer Lehrer Kalam überträgt ihm als Erstes den Fall Viktor Gasko. Aber Jan, der Gasko aus früheren Zeiten kennt, kann keine überzeugenden Beweise für eine Verurteilung finden. Die Anschuldigungen kommen ihm wie willkürliche Verdächtigungen vor und können seine Zweifel nicht beseitigen. Von seinen Vorgesetzten wird Jan zunehmend unter Druck gesetzt ...

Bereits 1957 entstand der gleichnamigen Roman von Anna Seghers ("Das siebte Kreuz", "Der Aufstand der Fischer von St. Barbara"), der seinerzeit aus politischen Gründen nicht veröffentlicht werden konnte und erst 1990 erstmals erschien. Zehn Jahre später drehte Regisseur Torsten C. Fischer in der Drehbuchadaption von Peter Steinbach ("Liebesau - die andere Heimat", "Goebbels und Geduldig", "Deutschland im Herbst") dieses TV-Drama mit dem bravourös aufspielenden Frank Giering in der Rolle des zweifelnden jungen Richters, der immer mehr in einen zermürbenden Gewissenskonflikt getrieben wird.

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