Mit dem Ratgeber "Ich und Gott" landete Arlen Faber einen phänomenalen Bestseller. Das Buch prägte die Spiritualität einer ganzen Generation und wurde in 100 Sprachen übersetzt. Doch sein Verfasser, von dem man munkelt, er habe seine Weisheiten direkt vom Allmächtigen, ist ein großer Unbekannter geblieben. Selbst zum 20. Jahrestag des Erscheinens gibt Faber kein Interview. Der Erfolg hat den Autor zum Misanthropen werden lassen, zurückgezogen lebt er in seinem Haus in Philadelphia. Nicht einmal der Postbote ahnt, dass der griesgrämige Mann, dem er täglich Säcke voller Fanpost aushändigt, der göttliche Mr. Faber höchstpersönlich ist. Doch das freiwillig gewählte Exil hat seinen Preis. Nach einem schmerzhaften Hexenschuss ist Arlen völlig hilflos und muss auf allen Vieren zurück in die Zivilisation kriechen. Mit letzter Kraft schafft er es auf die Massagebank der patenten Chiropraktikerin Elizabeth, die ihn von seinen Höllenqualen erlöst. Arlen knüpft zarte Bande zu der alleinerziehenden Mutter, die zunächst geblendet ist vom Charisma des eloquenten Mannes ...

Diese bittersüße wie romantische Komödie mit tragischen Einschüben und satirischen Spitzen ist das Regiedebüt des US-Filmemachers John Hindman, das er nach eigenem Buch inszenierte. Zwar nicht immer klischeefrei inszeniert, überzeugt Jack Daniels in der Rolle des einsamen Arlen Faber, der dank seiner schönen Chiropraktikerin (Lauren Graham) doch noch einmal ins Leben zurückfindet. Ebenfalls gut aufgelegt präsentiert sich Lou Taylor Pucci ("Thumbsucker") als Ex-Drogenabhängiger auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

Foto: ARD/Degeto